Lasertherapie Ophtalmologie, Makuladegeneration

 
 

Photomed Laserchirurgie. 2008 Jun;26(3):241-5.

Die Low-Level-Lasertherapie verbessert das Sehvermögen bei Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration.
Ivandische BT, Ivandische T.
Universität Heidelberg, Otto-Meyerhof-Zentrum, Heidelberg. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

ZIEL: Das Ziel dieser Studie einer Fallserie war es, die Auswirkungen der Low-Level-Lasertherapie (LLLT) bei Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) zu untersuchen.
HINTERGRUNDDATEN: AMD betrifft einen großen Teil der älteren Bevölkerung; die gegenwärtigen therapeutischen Optionen für AMD sind jedoch begrenzt. PATIENTEN UND METHODEN: Insgesamt wurden 203 Patienten (90 Männer und 113 Frauen; Durchschnittsalter 63,4 +/- 5,3 Jahre) mit beginnenden ("trockenen") oder fortgeschrittenen ("feuchten") Formen der AMD (n = 348 Augen) in die Studie eingeschlossen. Einhundertdreiundneunzig Patienten (Durchschnittsalter 64,6 +/- 4,3 Jahre; n = 328 Augen) mit Grauem Star (n = 182 Augen) oder ohne Grauen Star (n = 146 Augen) wurden viermal (zweimal pro Woche) mit der LLLT behandelt. Eine Halbleiter-Laserdiode (780 nm, 7,5 mW, 292 Hz, kontinuierliche Emission) wurde zur transkonjunktivalen Bestrahlung der Makula für 40 s (0,3 J/cm2) verwendet, was zu einer Gesamtdosis von 1,2 J/cm2 führte. Zehn Patienten (n = 20 Augen) mit AMD erhielten eine Scheinbehandlung und dienten als Kontrollen. Die Sehschärfe wurde bei jedem Besuch gemessen. Die Daten wurden retrospektiv mit einem t-Test analysiert.
ERGEBNISSE: Die LLLT verbesserte die Sehschärfe (p < 0,00001 gegenüber dem Ausgangswert) bei 162/182 (95%) der Augen mit Grauem Star und 142/146 (97%) der Augen ohne Grauen Star signifikant. Die Prävalenz von Metamorphopsien, Skotomen und Dyschromatopsien wurde reduziert. Bei Patienten mit feuchter AMD verbesserten sich Ödeme und Blutungen. Das verbesserte Sehvermögen blieb nach der Behandlung für 3-36 Mo erhalten. Die Sehschärfe in der Kontrollgruppe blieb unverändert. Bei den Behandelten wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet.
SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Patienten mit AMD verbesserte die LLLT die Sehschärfe ohne unerwünschte Nebenwirkungen signifikant und kann somit helfen, den Sehverlust zu verhindern.

PMID: 18588438 [PubMed - indiziert für MEDLINE].
 

Photomedicine and Laser Surgery Volume 26, Number 3, 2008 © Mary Ann Liebert, Inc. Pp. 241–245 DOI: 10.1089/pho.2007.2132

Die Low-Level-Lasertherapie verbessert das Sehvermögen von Patienten mit altersbedingter Makula-Degeneration
Dr. med. Boris T. Ivandic,1 und Dr. med. Tomislav Ivandic,2

Kurzfassung
Zielsetzung: Das Ziel dieser Studie einer Fallserie war es, die Auswirkungen der Low-Level-Lasertherapie zu untersuchen
(LLLT) bei Patienten mit altersbedingter Makula-Degeneration (AMD).

Hintergrunddaten: AMD betrifft einen großen Teil der älteren Bevölkerung; aktuelle therapeutische Optionen für AMD sind jedoch begrenzt.

Patienten und Methoden: Insgesamt 203 Patienten (90 Männer und 113 Frauen; Durchschnittsalter 63,4 5,3 Jahre) mit Beginn
("trockene") oder fortgeschrittene ("feuchte") Formen der AMD (n 348 Augen) wurden in die Studie eingeschlossen. Einhundertdreiundneunzig Patienten (Durchschnittsalter 64,6 4,3 Jahre; n 328 Augen) mit Grauem Star (n 182 Augen) oder ohne Grauen Star (n 146 Augen) wurden viermal (zweimal pro Woche) mit LLLT behandelt. Eine Halbleiter-Laserdiode (780 nm, 7,5 mW, 292 Hz, kontinuierliche Emission) wurde für die transkonjunktivale Bestrahlung der Makula für 40 s (0,3 J/cm2) verwendet, was zu einer Gesamtdosis von 1,2 J/cm2 führte. Zehn Patienten (n 20 Augen) mit AMD erhielten eine Scheinbehandlung und erhielten
als Kontrollen. Die Sehschärfe wurde bei jedem Besuch gemessen. Die Daten wurden retrospektiv mit einem t-Test analysiert.

Ergebnisse: Die LLLT verbesserte die Sehschärfe (p 0,00001 gegenüber dem Ausgangswert) bei 162/182 (95%) der Augen mit Katarakte und 142/146 (97%) der Augen ohne Katarakte. Die Prävalenz von Metamorphopsien, Skotomen und Dyschromatopsie wurde reduziert. Bei Patienten mit feuchter AMD verbesserten sich Ödeme und Blutungen. Das verbesserte Sehvermögen blieb nach der Behandlung für 3-36 Mo erhalten. Die Sehschärfe in der Kontrollgruppe blieb unverändert. 
Bei den Patienten, die sich einer Therapie unterzogen, wurden unerwünschte Wirkungen beobachtet. 

Schlussfolgerung: Bei Patienten mit AMD verbesserte die LLLT die Sehschärfe ohne unerwünschte Nebenwirkungen signifikant und
kann somit dazu beitragen, den Verlust des Sehvermögens zu verhindern.

Low-Level-Lasertherapie verbessert die Sehschärfe bei jugendlichen und erwachsenen Patienten mit Amblyopia

Dr. med. Boris T. Ivandic,1 und Dr. med. Tomislav Ivandic, 2

Zielsetzungen: Das Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen der Low-Level-Lasertherapie (LLLT) auf die Sehschärfe bei jugendlichen und erwachsenen Patienten mit Amblyopie zu untersuchen.

Hintergrunddaten: Derzeit kann Amblyopie nur bei Kindern erfolgreich behandelt werden.

Die Methoden: In diese einfach verblindete, plazebokontrollierte Studie wurden 178 Patienten (Durchschnittsalter 46,8 Jahre) mit Amblyopie aufgrund von Fehlsichtigkeit (110 Augen) oder Schielen (121 Augen) eingeschlossen.

Bei der LLLT wurde der Bereich der Makula durch die Bindehaut aus 1 cm Abstand für 30 s mit Laserlicht (780 nm, 292 Hz, 1:1 Tastverhältnis; mittlere Leistung 7,5mW; Spotfläche 3mm2) aus 1 cm Entfernung bestrahlt. Die Behandlung wurde im Durchschnitt 3,5 Mal wiederholt, was zu einer mittleren Gesamtdosis von 0,77 J/cm2 führte. Es wurde keine Okklusion angewendet und keine zusätzlichen Medikamente verabreicht. Der bestkorrigierte Fernvisus wurde anhand der Optotypen der Snellen-Projektion bestimmt. Bei 12 Patienten (12 Augen) wurde das multifokal visuell evozierte Potential (M-VEP) aufgezeichnet. Eine Kontrollgruppe von 20 Patienten (20 Augen) erhielt eine Scheinbehandlung.

Ergebnisse: Die Sehschärfe verbesserte sich bei *90% der mit LLLT behandelten Augen ( p < 0,001), wobei bei 56,2% und 53,6% der Augen mit Amblyopie, die durch Ametropie bzw. Strabismus verursacht wurde, ein Anstieg um drei oder mehr Zeilen zu verzeichnen war. Der Behandlungseffekt blieb mindestens 6 Monate lang erhalten. Die mittlere M-VEP-Amplitude stieg um 1207 nV ( p < 0,001) und die mittlere Latenzzeit wurde um 7 ms reduziert ( p = 0,14). In der Kontrollgruppe wurden keine Veränderungen festgestellt.

Schlussfolgerung: Die LLLT führte zu einer signifikanten Verbesserung der Sehschärfe bei jugendlichen und erwachsenen Patienten mit Amblyopie, die durch Ametropie oder Schielen verursacht wurde.

Photomedizin und Laserchirurgie Band 26, Nummer 3, 2008